Auszug aus dem Lokalen Aktionsplan 3. Förderperiode
Problem- und Bedarfslagen
Beschreiben Sie bitte, welchen Beitrag die einzelnen Ämter in Bezug auf die
Umsetzung von STÄRKEN vor Ort leisten. Bewerten Sie bitte die bisherigen
Effekte der Ämterkooperation.
Grundsätzlich besteht das Ämternetzwerk aus den in Punkt 2.1 genannten Ämtern/
Behörden. Ein Vertreter des Jugendamtes ist Mitglied des Begleitausschusses
und wirkt entscheidend bei der Vergabe der Mikroprojekte mit.
Das Jugendamt ist über STÄRKEN vor Ort vollständig informiert und nimmt regelmäßig
an Begleitausschusssitzungen teil. Die Gleichstellungsbeauftragte ist durch die Stadt
Reichenbach angestellt und hat ihren Sitz ebenso im Rathaus wie das Stadtplanungsamt,
das Amt für Wirtschaftsförderung, das Schulamt und die lokale Koordinierungsstelle.
Eine Ämterkooperation ist damit zwangsläufig gegeben. Die Gleichstellungsbeauftrage,
sowie Vertreter des Schulamtes und des SG Kinder; Jugend und Soziales sind Mitglieder
des Begleitausschusses und wirken entscheidend bei der Vergabe der Mikroprojekte
und der Durchführung von STÄRKEN vor Ort mit.
Eine Kooperation zwischen der lokalen Koordinierungsstelle und dem Sozialamt ist durch
dienstliche Belange gegeben und ist aufgrund des Aufgabengebietes erforderlich.
Die lokale Koordinierungsstelle ist im Sachgebiet Kinder, Jugend und Soziales angesiedelt.
Im Sozialbereich kommt es unweigerlich zur Zusammenarbeit zwischen der lokalen
Koodinierungsstelle und dem Sozialamt > Beteiligung an STÄRKEN vor Ort.
Ebenso wie die Agentur für Arbeit/ ARGE, ist das Sozialamt in der Durchführung
verschiedener Mikroprojekte involviert. Viele Mikroprojektteilnehmer werden durch das
Sozialamt und durch die Agentur für Arbeit/ ARGE auf diverse Mikroprojekte hingewiesen
und in solche vermittelt. Ein reger Austausch zwischen diesen Ämtern, der lokalen
Koordinierungsstelle und den Mikroprojektträgern ist zwingend erforderlich.
Eine konkrete Beteiligung der Polizei in Bezug auf STÄRKEN vor Ort war bislang
nicht erforderlich, jedoch haben wir eine Beteiligungszusage der Polizei.
Die o.g. Ämterkooperationen sind sehr wichtig für die Durchführung von STÄRKEN vor Ort.
Durch die verschiedenen Aufgabengebiete der einzelnen Ämter werden Probleme/
Problemlagen aus unterschiedlichen Sichtweisen betrachtet und bewertet,
was zu einer Qualitätssteigerung der einzelnen Mikroprojekte und STÄRKEN vor Ort führt.
Ziel des Programms STÄRKEN vor Ort ist die Verbesserung der schulischen,
sozialen und beruflichen Integration von Jugendlichen bzw. jungen
Erwachsenen und die Förderung von Frauen mit Problemen beim Einstieg
und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben. Bitte benennen Sie die Adressaten
Ihres Lokalen Aktionsplans.
Adressaten:
Jugendliche
x Jugendliche ohne Migrationshintergrund
x Jugendliche mit Migrationshintergrund
Jugendliche in ländlichen Gebieten
Frauen
x Frauen ohne Migrationshintergrund
x Frauen mit Migrationshintergrund
Frauen in ländlichen Gebieten
Stellen Sie bitte die Problemlagen in Bezug auf die soziale, schulische und berufliche
Integration der o.g. Adressaten dar. Ergibt sich aus dem Verlauf der bisherigen
Durchführung von STÄRKEN vor Ort eine Konkretisierung oder eine andere
Gewichtung der Problemlagen? Stellen Sie bitte bei der Analyse die Problemlagen
für Mädchen, Jungen und Frauen im Einzelnen dar. Beachten Sie dabei auch
kulturelle Aspekte.
An der hohen Arbeitslosigkeit hat sich im Fördergebiet nichts geändert. Zwar hat
sich die Wirtschaftskrise im Laufe des Jahres entspannt, jedoch ist eine merkliche
Entspannung auf dem Arbeitsmarkt nicht zu verbuchen.
Das Problem Integration von Aussiedlern/ Ausländern wurde nicht speziell durch
ein Mikroprojekt versucht zu lösen. Ausländer/ Aussiedler wurden in vielen
Mikroprojekten betreut. Es gestaltet sich jedoch weiterhin schwierig, weibliche/
männliche Jugendliche aus anderen Kulturen regelmäßig in Mikroprojekte einzubinden.
Ausländische Jugendliche haben meist Vorbehalte die nur schwer abzubauen sind.
Hier muss in den nächsten Förderperioden weiter angesetzt werden. Die Anzahl der
Jugendlichen die eine intensive Betreuung benötigen ist weiterhin ansteigend und
muss in den nächsten Förderperioden verstärkt in Betracht gezogen werden.
Immer noch ist festzustellen, dass vielen Jugendlichen die Fähigkeit fehlt, die
Anforderungen des täglichen Lebens selbstständig zu meistern. Auf dem
Ausbildungsmarkt sind zwar viele freie Ausbildungsplätze vorhanden, jedoch
ist die Zahl der geeigneten Jugendlichen im Vergleich dazu eher gering.
Ein Berufsorientierungsmarkt wie in vergangenen Förderperioden ist zwingend
notwendig, da Bedarf von Seiten der Jugendlichen und der Unternehmen angemeldet
wird. Viele Unternehmen klagen über mangelnde schulische Leistungen/ mangelndes
Verhalten. Am deutlichsten zeigt sich dies im Mikroprojekte "Learning by Doing".
Hier ist beinahe täglich die Unbeholfenheit der Teilnehmer zu erkennen. Ebenso
zeigt dieses Mikroprojekt, dass das Erlernen dieser täglich anzuwendenden
Fähigkeiten einen langwierigen Prozess darstellt und nicht innerhalb eines Jahres
zu erlernen sind. Dabei wird festgestellt, dass sich bei der Lösung dieser Probleme
immer wieder neue Problemlagen zeigen. Zudem treten immer mehr Jugendliche
in Mikroprojekte ein (Mund-zu-Mund-Propaganda), denen geholfen werden muss.
Diese sozialen Probleme wirken sich ungemein stark auf die mögliche schulische
und berufliche Entwicklung der Teilnehmer aus. Geschlechtsspezifisch kann kein
Unterschied festgestellt werden,da die beschriebenen Problemlagen für männliche
und weibliche Teilnehmer zutreffen.
Stellen Sie bitte die Bedarfslagen in Bezug auf die soziale, schulische und berufliche
Integration der oben genannten Adressaten dar. Ergibt sich aus dem Verlauf der
bisherigen Durchführung von STÄRKEN vor Ort eine Konkretisierung oder eine
andere Gewichtung der Bedarfslagen? Stellen Sie bitte bei der Analyse die
Bedarfslagen für Mädchen, Jungen und Frauen im Einzelnen dar. Beachten Sie
dabei auch kulturelle Aspekte.
Zu veränderten Bedarfslagen in Bezug auf die schulische Integration ist zu sagen,
dass durch die Vorschulerziehung in den Kindertagesstätten (letztes Kindergartenjahr
= Beitragsfrei) und durch die Ganztagsangebote in den Schulen bereits ausreichend
Integrationsarbeit in frühen Kindheits-/ Schuljahren geleistet wird, so dass es sich als
sehr problematisch gestaltet, hierfür ein Mikroprojekt zu initiieren. Den Jugendlichen
fehlt oft der innere Antrieb nicht nur schulische Defizite selbstständig zu beheben.
Aus diesem Grund müssen schulische Defizite der Jugendlichen stärker in Angriff
genommen werden (speziell ab Klasse 8) um ihnen somit verbesserte Chancen auf
dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu verschaffen. Aufgrund dessen, dass es immer
mehr freie Ausbildungsstellen aber immer weniger "geeignete" potentielle Azubi´s gibt,
muss in diesem Bereich verstärkt gearbeitet werden. Bei der Auswahl der Mikroprojekte
durch den Begleitausschuss muss mehr Augenmerk auf schulische und berufliche
fördernde Mikroprojekte gelegt werden. Da die soziale Integration stark abhängig vom
schulischen Stand und den beruflichen Aussichten des Teilnehmers ist, ist die soziale
Integration nicht unbedeutend. Es ist wichtig, Jugendlichen u.a.ausländischer Kulturen
in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen die Möglichkeit für soziale Kontakte zu
geben. Dazu ist es erforderlich, Sprachbarrieren abzubauen, das Selbstvertrauen
und Selbstwertgefühl der Teilnehmer zu stärken. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die
Bedarfslage bei männlichen Jugendlichen überwiegend darin zu sehen ist, dass diese
in Mikroprojekte eingebunden werden (Abbau von Sprachbarrieren). Die Bedarfslagen für
Mädchen und Frauen liegt vorwiegend darin, zum einen ihre Stärken zu fördern
(Bsp. hauswirtschaftlichen Bereich) und zum anderen ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten
auf anderen Gebieten auszubauen (Bsp. Medientechnik). Bei Jugendlichen müssen
hauptsächlich schulische Defizite erkannt und abgebaut werden. Auch muss es
das Ziel sein, verstärkt männliche Jugendliche ausländischer Kulturen in geeignete
Mikroprojekte einzubinden.
Welche Entwicklungsziele sollen im nächsten Förderzeitraum
(01.01.2011 - 31.12.2011) unter Berücksichtigung veränderter
oder neu gewichteter Problemlagen und geschlechts-
spezifischer Aspekte weiter verfolgt werden?
Handlungsfeld: Unterstützung der schulischen, sozialen und beruflichen Integration
von Jugendlichen und jungen Erwachsenen
Ziel 1
Förderung der schulischen Entwicklung von Jugendlichen zur Verbesserung ihrer
Chancen am Ausbildungsmarkt (u.a. Schülerhilfe-Kurse; Prüfungsvorbereitungskurse).
Indikator
Das Ziel ist erreicht, wenn mindestens ein Prüfungsvorbereitungskurs für 9./10./12. Klasse
und ein Schülerhilfekurs angeboten und durchgeführt wird. Die Teilnehmerzahl sollte bei
7 Schüler/innen liegen. Nachweis über Teilnahme > Tätigkeitsnachweis/ Anwesenheitsliste
Ziel 2
Verbesserung der Integration von "sozial-schwachen" Jugendlichen in die Gesellschaft
durch Erlernen von sozialen Kompetenzen.
Indikator
Das Ziel ist erreicht, wenn 1 Mikroprojekt ins Leben gerufen wird, dabei 7 Teilnehmern
soziale Kompetenzen näher gebracht und erlernt werden. Nachweis über Tatigkeitsnachweis
(welche Kompetenzen wurden wie erlernt u.a. Schuldenabbau; Sprach- und
Kommunikationstraining)
Handlungsfeld: Unterstützung der sozialen und beruflichen Integration von Frauen mit
Problemen beim Einstieg und Wiedereinstieg in das Erwerbsleben
Ziel 1
Aufbau eines Mikroprojektes in dem Frauen mit fehlender sozialer und beruflicher
Integration ihrer Stärken aufgezeigt werden und ihnen damit Selbstvertrauen und
Selbstwertgefühl gegeben wird.
Indikator
Das Ziel ist erreicht, wenn 1 Mikroprojekt aufgebaut wird, welches auf die Stärken der
Frauen gerichtet ist und ihnen Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zurückgegeben
wird (u.a. Erstellung eines regionalen Kochbuches; Sprachcafé; hauswirtschaftliche
Tätigkeiten)
Ziel 2
Initiierung eines Mikroprojektes zur Verbesserung der Chancen von arbeitslosen Frauen
beim Einstieg bzw. Wiedereinstieg in das Erwerbsleben.
Indikator
Das Ziel ist erreicht, wenn ein Mikroprojekt aufgebaut wird, welches speziell auf
erwerbslose Frauen gerichtet ist. Hierbei sollen vorallem berufliche Grundlagen
(Computerkurs, Schreibmaschinenkurs, moderne Medientechnik) geschaffen
bzw. verbessert werden.
Handlungsfeld: Verbesserung der sozialen Infrastruktur für Jugendliche, junge
Erwachsene und Frauen durch lokale Aktivierung und Kooperation
Ziel 1
Einbindung verschiedener Kinder-; Jugend- und Freizeiteinrichtungen in das
Förderprogramm STÄRKEN vor Ort zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur.
Indikator
Das Ziel ist erreicht, wenn 1Kinder-; Jugend und Freizeiteinrichtung in STÄRKEN
vor Ort eingebunden und gemeinsam mit den Teilnehmern ein Musical; Theaterstück
geplant/ organisiert und durchgeführt wird.
Themen-Beispiele: Alkohol und Drogen; Gewalt; Liebe usw.
Handlungsfeld: Verbesserung des sozialen Klimas durch Förderung der Teilhabe,
Chancengleichheit und sozialen Integration der Adressaten durch lokale Aktivierung
und Kooperation
Ziel 1
Schaffung und Ausbau eines Netzwerkes für die Mikroprojektträger um somit lokale
Aktivierung und soziale Integration der Adressaten über die Mikroprojektträger zu
schaffen.
Indikator
Das Ziel ist erreicht, wenn ein Mikroprojekt entsteht, welches ein lokales Netzwerk
für die Mikroprojektträger schafft. Mindestens 4 Netzwerksitzungen werden in der
Förderperiode 01.01.2011 bis 31.12.2011 angestrebt.
Ziel 2
Qualitativer Ausbau der "Plattform - Berufsorientierungsmarkt" und somit Erweiterung
der beruflichen Integration von Jugendlichen auf dem Ausbildungsmarkt.
Indikator
Das Ziel ist erreicht, wenn mindestens ein Mikroprojekt entsteht bzw. weitergeführt
wird, in welchem ein "Berufsorientierungsmarkt" organisiert, durchgeführt und
nachbereitet wird.
Qualifizierter Ausbau BOM > mindestens 80 Firmen und 1.800 Besucher
Handlungsfeld: Andere
Ziel 1
Verbesserung der Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Jugendliche
und junge Erwachsene durch Stärkung ihres Selbstwertgefühles aufgrund des
Ausbau´s ihrer Stärken im handwerklichen Bereich.
Indikator
Das Ziel ist erreicht, wenn mind. ein Mikroprojekt ins Leben gerufen wird, welches
speziell auf Stärken von Jugendlichen/ jungen Erwachsenen gerichtet ist.
Mindestens 7 Teilnehmer werden in handwerklichen Fertigkeiten aus- und fortgebildet
> Tätigkeitsnachweis/ Stundennachweis
Inwieweit ist es gelungen, Anschlussmöglichkeiten für Projektteilnehmende an
bestehende Angebote zu fördern?
Derzeit werden in der Stadt Reichenbach folgende Förderprogramme des Bundes
durchgeführt:
für die erweiterte Altstadt > Soziale Stadt
die Innenstadt und das Neubaugebiet > StWENG
das EFRE-Programm für "Stadtentwicklung" und "Brachen"
das Stadtumbauprogramm
ILE-Ländliche Entwicklung
Diese Förderprogramme haben das Stadtbild von Reichenbach in den letzten Jahren
stark verändert. Mikroprojektträger haben von diesen Veränderung profitiert.
Zusätzlich hat die Stadt Reichenbach eine Förderrichtlinie zur Förderung sozialer
Tätigkeiten von örtlichen Verbänden und Vereinen erlassen. Das Förderprogramm
STÄRKEN vor Ort ergänzt das beschriebene Gesamtfördergebilde sehr gut.
Mit den aufgeführten Förderprogrammen können nicht alle sozialbenachteiligten
Menschen in Reichenbach erreicht werden. Schon gar nicht werden die Menschen
damit direkt angesprochen, vielmehr dienen diese Förderprogramme dazu, die
Rahmenbedingungen zu verbessern. Das Förderprogramm STÄRKEN vor Ort dagegen,
spricht betroffene Personen (sozialbenachteiligte Menschen) direkt an und hilft
ihnen da, wo die Probleme am dringendsten sind, bei sozialer und beruflicher Integration.
Aus diesem Grund konnten Mikroprojektteilnehmer zusätzlich in soziale Vereine
und Verbände integriert werden und erfahren somit die benötigte Betreuung und
Unterstützung auch nach dem Ende der jeweiligen Mikroprojekte.
Welche Beschäftigungswirkung wurde bei der laufenden Umsetzung des Lokalen
Aktionsplanes bisher entfaltet?
Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage und der damit verbunden Wirtschaftskrise
war es nur schwer möglich Beschäftigungswirkung für die Mikroprojektteilnehmer
zu erzielen. Betriebe und Unternehmen stellen nur sehr schwerfällig Arbeitnehmer ein.
Die Mikroprojektträger haben sich mehr auf die Qualifizierung der Mikroprojektteilnehmer
spezialisiert, die angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen werden sehr gut angenommen.
Trotzdem konnten Mikroprojektteilnehmer in Vollzeit- und in Teilzeitbeschäftigung vermittelt
werden. Einige Mikroprojektteilnehmer bekamen die Möglichkeit, Praktika´s in verschiedenen
Unternehmen und Betrieben zu absolvieren. Die Aussichten auf eine eventuelle Übernahme
in ein Beschäftigungsverhältnis sind nicht aussichtslos.Einige Teilnehmer konnten in
ehrenamtliche Tätigkeiten vermittelt werden.
Wie sehen die weiteren Schritte zur Umsetzung der genannten Entwicklungsziele für den
nächsten Bewilligungszeitraum aus? Gehen Sie dabei auf die o.g. Problem- und Bedarfslagen
der Mädchen, Jungen und Frauen im Einzelnen ein und berücksichtigen Sie auch kulturelle
Aspekte.
In der ersten Förderperiode (18.05.2009 bis 31.12.2009) bestand die Priorität darin, Mikroprojekte
auf der Grundlage der Entwicklungsziele aus dem Lokalen Aktionsplan ins Leben zu rufen und
dafür Teilnehmer zu aquirieren. Wie bereits beschrieben, wurde dies teilweise erfolgreich
durchgeführt. In der zweiten Förderperiode (01.01.2010 bis 31.12.2010) wurden Mikroprojekte
hauptsächlich auf Frauen und junge Erwachsene ausgerichet. Die Probleme der
Mikroprojektteilnehmer liegen oftmals tiefgründig und können nur durch intensive Betreuung
und Qualifizierung gelöst werden. Aus diesem Grund müssen teilweise Mikroprojekte fortgeführt
werden. In der kommenden Föderperiode (01.01.2011 bis 31.12.2011) ist der Lokale Aktionsplan
mehr auf Jugendliche und junge Erwachsene gerichtet. Aus der Wirtschaft kommen vermehrt
"Beschwerden" dass die Jugendlichen nicht ausbildungsreif sind, da vorwiegend schulische und
soziale Kompetenzen fehlen. Die Adressatengruppe "Frauen" wird dabei nicht vernachlässigt.
In der kommenden Förderperiode soll das Augenmerk bei der Adressatengruppe "Frauen"
nicht ausschließlich auf den hauswirtschaftlichen Bereich gelegt werden. Auch hier sollen
eventuelle Vorbehalte gegen neue Medien abgebaut und der Umgang damit erlernt werden.
Neue Mikroprojekte müssen entwickelt werden, um ein breiteres Sprektrum an
Mikroprojektteilnehmer anzusprechen. Dabei gilt immer der Grundsatz: "Qualität geht vor Quantität".
Die Gleichstellung von Frauen und Männern findet weiterhin Berücksichtigung. Kulturelle Aspekte
werden ebenfalls beachtet. Dies wird in der Zielsetzung/ Indikatoren für die neue Förderperiode
deutlich. Die Integration von Migranten in die Gesellschaft und in das Berufsleben ist sehr wichtig.
Lokales Netzwerk
Welche Ziele stellen Sie sich für das Lokale Netzwerk in der kommenden Förderperiode?
Auch in der kommenden Förderperiode (01.01.2011 bis 31.12.2011) ist Ziel des Lokalen
Netzwerkes, dass alle gemeinsam an der Förderung und Qualifizierung, an der sozialen,
beruflichen und schulischen Integration der Mikroprojektteilnehmer arbeiten. Dazu ist es wichtig,
dass regelmäßig Abstimmungsrunde stattfinden, um Erfahrungen auszutauschen und mögliche
Probleme anzusprechen. Die Vernetzung der sozialen Vereine = Mikroprojektträger muss weiter
forciert werden, neue Mikroprojektträger sollten Unterstützung durch erfahrene Mikroprojektträger
erhalten. Allein aus diesem Grund ist es wichtig, auch erfahrene (langjährige) Mikroprojektträger
an Bord zu haben. Der Aufbau bzw. Ausbau der Vernetzung unter den Mikroprojektträgern hat
ein große Bedeutung nicht nur für die Träger selber, sondern auch für die teilnehmenden
Menschen. Es kann auf Erfahrungswerte aufgebaut und neue Erfahrungen gesammelt werden.
Diese profitieren vom Erfahrungsaustausch und erfahren somit eine gezieltere Hilfe
und Betreuung.



